Erkenntnisse

Beobachtungen und Erkenntnisse von Zusammenhängen

Freier Wille, Liebe und die Unschuld

Einen freien Willen gibt es nicht. Alles, was passiert, geschieht spontan. Jeder Gedanke, jedes Wort entsteht spontan.

Ganz und gar sinngemäß nach Schopenhauer: Man kann tun was man will, aber nicht wollen was man will.

Der Irrglaube einen freien Willen zu besitzen ist nichts Anderes, als die Ursache für Handlungen und Gedanken mit dem Ich Gedanken zu versehen.

Wenn der Ich Gedanke ebenfalls als spontane Erscheinung ohne Denker erkannt wird, dann wird die ganze Sache erst richtig interessant. Hier bildet sich das Potenzial, die eigene Existenz als das untrügliche Gefühl zu sein, als das zu erkennen, was jetzt ist. Das Wahrgenommene als Beweis für die eigene Existenz des Wahrnehmenden und doch untrennbar voneinander. Die Stille, die Ruhe, die Liebe - nicht als Gefühl - sondern als die Gewissheit, sie nie verloren zu haben weil sie eben das ist, was man ist.

Hier entsteht auch die Unschuld, ohne einen freien Willen genau das tun zu müssen, was man tut. Es geht nicht anders. Gab es eine Möglichkeit, nicht diesen Artikel zu lesen?

Und nur die Unschuld ist es auch, die jeder bedingungslos lieben kann. Was denn sonst? All die spirituellen Übungen für die bedingungslose Liebe führen zu nichts, weil sie den Punkt der Unschuld übersehen und trotz unbewusster Zweifel lediglich bedingungslose Liebe nachahmen, in der Hoffnung der heilige Blitz würde einschlagen.

Es reicht zu erkennen, dass es Niemanden gibt, der entscheiden könnte. Darin erkennt man die Unschuld und das gesamte Sein ist plötzlich als “Ich bin du” zu einer einzigen Erfüllung geworden. Liebe ist dann keine Übung mehr. Liebe ist die Wahrheit des eigenen Seins, die bis in die kleinste Faser eingedrungen ist und sich selbst als bewusster Ausdruck erlebt.

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