Das göttliche Prinzip von Trennung
Gott. Ein Haufen Bewusstsein tut nichts anderes als zu sein. Um sich selbst aber kennen zu lernen, schafft er in sich die Form. Aus seinem Nichts, aus dem reinen Gewahrsein erschafft er die Form. Form, beseelt von Bewusstsein. So schaut Bewusstsein auf anderes Bewusstsein, das aber das gleiche Bewusstsein ist. Gott will sich selbst erfahren deswegen entsteht Bewusstsein, das sich der Trennung von Gott bewusst sein muss, damit es die Erfahrung von Gott machen kann.
Wie erfahren wir, als Menschen die Trennung? Die ganze Zeit und doch überhaupt nicht. Es kommt auf den Fokus der Aufmerksamkeit an. Grundlegend für die menschliche Erfahrung von Trennung ist der Faktor Zeit. Ohne die Trägheit der Zeit wäre Trennung und Auflösung der Trennung zeitgleich und würde zu keiner Erfahrung führen. Trennung äußert sich die ganze Zeit. Der Mensch befindet sich in einem Grundzustand des Unglücks und der Langeweile. Er Verstand/Mind springt ständig hin und her und versucht verzweifelt den Weg aus dem Unglück zu finden und lenkt sich ab. Wie? Durch Trennung und Auflösung.
Beispiele:
1) Jemand will über eine Sache bescheid wissen und formuliert/erschafft in sich die Fragestellung dieser Sache. Solange die Frage nicht beantwortet ist, hängt derjenige in der Luft und versucht die Frage mit seinem individuellen Einsatz zu beantworten. Dieses in der Luft hängen entspricht auch dem menschlichen Grundgefühl von Langeweile und Unglück, was unbewusst als eine Art “Hintergrundrauschen” wahrnehmbar ist. Erst die Antwort löst den inneren Drang zur Beantwortung der Frage. Die Auflösung der Frage führt ihn vorerst zurück in seinen “Normalzustand” bis er wieder sein Unglück bemerkt und durch weitere Methoden, “Trennung zu erzeugen”, sich über sich selbst hinwegtäuscht. Schon in den ersten “Momenten” der Trennung bzw. der Formulierung der Frage entsteht ein “Grundvakuum”, eine Grundtendenz zur Auflösung. Diese Grundtendenz kann man auch als Vergänglichkeit bezeichnen. Wenn die Frage ausformuliert ist, die Form vollendet ist, zieht das Vakkuum autmatisch die Form in die Auflösung. Diese Auflösung erzeugt eine relative Bewegung, die Glück erzeugt.
2) In der Musik wird das gleiche Prinzip benutzt. Die Trennung von dem harmonischen und entspannenden Dur-Klang wird durch einen Mol-Klang herbeigeführt. Wieder befindet sich das persönliche Gefühl in der Luft und erst die Auflösung der “Mol-Spannung” befreit das Gefühl, erzeugt Glück und die Entspannung kann einsetzen.
3) Die Erschaffung von persönlichen Zielen, das selbe Prinzip. Man imaginiert sich ein Ziel und erst wenn das Ziel erreicht ist, entsteht die Auflösung der Form und es entsteht Glück.
4) Lügen, das Gleiche. Ein Mensch lügt und verstrickt sich eventuell in selbsterschaffene Formen. Die Formen erzeugen wiederum ein Gefühl der Unruhe. Ja, bis die Wahrheit die Lüge auflöst.
Es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Geburt - Tod. Einatmen - Ausatmen. Anspannung-Entspannung. Wachsein/Müde werden - Einschlafen/Ausschlafen. Vor “Erleuchtung” - Nach “Erleuchtung”.
Und was ist mit dem “Hintergrundrauschen” im Hintergrund? Dieses permanente Unglück, im Hintergrund, das der Mensch durch die unglaublich fleißige Erschaffung von Formen bzw. Zielen übertönt. Dieses Hintergrundgefühl an sich ist selber eine Form, Eine Frage, die im Hintergrund schwebt, Eine Anspannung, die das persönliche Sein zusammenzieht. Die Ausformulierung dieser Frage, die vollendete Form wird erst die Auflösung nach sich ziehen. Die Gnade der Offenbarung.
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Ja, wir alle sind Gott.Für viele oder die meisten kaum zu glauben,aber wohl Wahr.Gott erlebt,durchlebt oder erfühlt durch uns ,um so immer wieder auf neue in abertausenden verschiedenen Varianten sich selbst immer wieder aufs neue zu erschaffen.Gruss Axel
axel - 28. März 2009 um 17:44 Uhr