Erkenntnisse

Beobachtungen und Erkenntnisse von Zusammenhängen

Grüß euch

So Hallöschen. Da ich ein Blog-Neuling bin werde ich mich erstmal einfinden müssen in die ganze Sache. Sollte aber nicht so lang dauern. Ersteinmal will ich darüber erzählen, was ich hier reinbringen möchte und wie ich mir das Ganze gedacht habe. Ja ich werde jetzt ziemlich viel über mich reden :).

Ich bin ein Freund von Satsang. Ich bin auch ein Freund all der Hilfestellungen der Satsang-Geber, die auf die große Hintergrund-Stille oder auf das NICHTS oder auf GOTT oder auf was auch immer hinweisen. Da ich mich noch nicht als erwacht betrachte - weil ich noch nicht diese Blisserfahrung hatte, die ich irgendwie als Kriterium zum Erwachen sehe - verspüre ich irgendwie den Drang all die abstrakten Phänomene wie Liebe, Hass, Mitleid, Ausdruck der Wahrheit, Leid etc. , verstandesmässig verstehen zu wollen. Nun gut, nicht alle Phänomene werde ich verstehen können. Da bleibt einem nur das Staunen. Mittlerweile habe ich einige Phänomene erkannt und das Funktionsprinzip verstanden. Genau deswegen möchte ich meine Erkenntnisse Niemandem vorenthalten. Übrigens dürft ihr, wenn ich über Wahrheit rede, nicht vergessen, dass sie meiner Wahrnehmung entspricht :).

Jetzt noch kurz über mich. Ich heiße Ingo, komme aus Stuttgart, studiere momentan Softwaretechnik und fühle mich nicht besonders erfüllt. Ich sehe das Ziel, erstmal eine Ausbildung zu beenden, aber es bedeutet mir bis auf die Möglichkeit Geld verdienen zu können, gar nichts. Ich weiß nicht was ich tun soll, was ich wollen soll, weil mir alles so wertlos erscheint. Sogar die tolle Erleuchtung empfinde ich irgendwie als wertlos - wahrscheinlich deswegen, weil ich mich noch nicht so empfinde ;D. Ich will einfach Nichts und fühle mich durch mein Umfeld so sehr dazu gedrängt, etwas zu tun. Meinen Platz in dieser Welt zu finden. Unabhängigkeit zu finden. Ja ich denke, es ist so eine Grundlangeweile in mir. Es gibt nichts, das sich lohnen würde, weil es mir nichts gibt. Und doch will ich über die Erkenntnisse schreiben, die mir beim Nachdenken so in den Sinn kommen. Es ist verrückt. Ich will nichts und doch tue ich was. Ich bin einer der passivsten Menschen, die ich kenne. Wenn ich an all die Meister/Gurus/Yogis denke, mit all ihren Siddhis, so ist das auch eine Sache, die ich als wertvoll betrachte. Siddhis sind für mich für mich irgendwie eine Technologie des Inneren. Eine Technologie, die völlige Unabhängigkeit von “äußerer” Technologie oder den menschlichen Grundbedürfnissen bedeutet. Dieses arme Ich, das sich in dieser Welt der Anstrengungen und Leistungsorientierung immer noch trotzig dagegen wehrt und nicht wahrhaben will, dass Leben oder sogar Überleben einer gewissen Anstrengung bedarf. Das was man tut, sollte am besten irgendwie den “Raum” des gesellschaftlichen Nutzens berühren. Jaja das liebe Geld. Ich will keine Hilfe. Irgendwie scheint es mir, als ob ich genau auf das zuarbeite, was ich mir irgendwie wünsche. Nämlich, total auf die Nase zu fallen um den Schmerz durch den dann zwangsläufigen Eintritt in das “normale” Leben fühlen werde zu genießen. Mir scheint es beim Angucken einiger Satsangs von “Meistern”, die in der Linie von Ramana oder Papaji stehen, dass die Menschen mit großem Ego und großem Leid die Menschen sind, die dem Erwachen am nächsten stehen. Mein Ego fühlt sich für mich so klein an - vielleicht macht es das besonders Groß :D - dass ich irgendwie das Gefühl habe, es fällt nicht von alleine ab. Es heißt immer, man solle sich öffnen für den Schmerz, für was auch immer. Wenn ich mich öffne ist nichts da, was weg will. Es kommt weder Trauer noch Glück. Dann kommen die Momente der Stille, die dann irgendwie ein kleines Glücksgefühl erzeugen aber eben nur dann, wenn ich mich willentlich dafür öffne. Das wars, es ist nix da, was weg will. Das Ego bleibt. Ich wehre mich nicht gegen Eigenschaften von mir. Ich wehre mich einfach nicht. Mein Ego hat für seinen Erhalt scheinbar so gut gesorgt, indem es sich Regeln erstellt hat, die kaum zu brechen sind. Regeln wie: Toleranz, Mitgefühl, Nett sein, Lieb sein, Hilfsbereit sein, Bei der Wahrheit zu bleiben so gut es geht. Und wenn ich lüge, habe ich selber kein Problem damit weil ich es einfach tue, weil ich tolerant mir selbst gegenüber bin. Ich darf so sein, wie ich bin, so wie ich den anderen erlaube so zu sein wie sie sind. Auch wenn ich sie zu ach so großen spirituellen Erlebnissen drängen will oder so. Ich merke auch einfach, dass ich ihren Willen nie übergehen kann. Manipulation ist eine Illusion. Wie so vieles Andere auch. Ich kann nur immer wiederholen. Ich kann nichts tun um etwas so zu ändern, dass es mir dauerhaft gefällt. Ich weiß nicht mal ob mir überhaupt was gefällt. Es ist so, wie es ist. Und doch, wenn Umstände um mich herum nicht idealen Entsprechen, die ich mir ersinne, dann versuche ich auch nicht was daran zu änden. Ich lasse sie so wie sie sind. Sei es mein unaufgeräumtes und vermülltes Zimmer - naja zumindest mein Tisch :) - oder sei es meine Allgemeine Lebenssituation oder meine körperliche Energiebilanz. Ich sehe z.B. meinen Tisch und imaginiere mir das Bild eines leeren freien Tisches. Schön weit, leer (Ich mag Leere in Räumen) und gleichzeitig sehe ich mir das an, und spüre dieses unschöne Gefühl von Chaos. Ich will aber diese unschönen gefühle um sie zu spüren und mich an ihnen zu versuchen. Einfach aus Langeweile. Habe ich schon erwähnt, dass ich faul bin? Nun gut :)… Über Faulheit werde ich auch noch etwas schreiben. Bei Allem, was ich schreibe, erhebe ich übrigens auch keinen Anspruch darauf, meine Erkennisse zu leben. Nun gut, ich habe genug über mich gesprochen. ich hoffe das Chaos kam zum Ausdruck :)

Bye Bye

4 Antworten zu “Grüß euch”

  1. Hallo Ingo - krass, wenn ich hier einen Kommentar hineinschreibe, sehe ich den Cursor nicht *g* - geschrieben wie von Meisterhand…

    …wollte Dich nur herzlichst Willkommen heißen :-)

    In Liebe,

    Sara

    sara - 20. Februar 2008 um 05:58 Uhr

  2. Hallo Ingo,

    schöne Vorstellung. Sei willkommen.

    Erwachen ist etwas, was keine Bedingung an dich stellt, im Sinne, dass etwas anders sein müsste, als es ist ;)
    Lieben Gruß

    tobias

    tobias - 20. Februar 2008 um 07:30 Uhr

  3. auch von mir ein herzliches Willkommen.

    kommt mir einiges bekannt vor was du schreibst.

    liebe Grüße
    Nada

    nada - 22. Februar 2008 um 14:30 Uhr

  4. Hey. Ich danke euch für die liebe Aufnahme :)

    dephurabo - 24. Februar 2008 um 01:07 Uhr

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