Erkenntnisse

Beobachtungen und Erkenntnisse von Zusammenhängen
August
03

Eigentlich wollte ich was ganz langes schreiben, über Liebe. Aber ich halte es kurz. Bis vor kurzem war eine Definition von Liebe: Liebe fängt da an, wo jede Idee von Liebe aufhört.

Momentan habe ich eine neue Lieblingsdefinition, Unabhängig davon, wie viele diese Definition schon benutzt haben.

Liebe ist die Abwesenheit eines Widerstandes

Juni
26

Neulich hatte ich mir Gedanken gemacht, wo die Wissenschaft/Technologie wohl am Ende sein wird. Was das Ende für jede “äußerliche” Anstrengung wäre. Was die Tendenz der Wissenschaft ist. So überlegte ich weiter und stellte mir vor, eine unendlich lange Zeit wäre vergangen, wo die Wissenschaft dann wäre, gäbe es keinerlei Grenzen in den wissenschaftlichen Entdeckungen/Technologien. Zunächst betrachtete ich die Erfindungen, die bislang gemacht worden sind. Offensichtlich diente und dient jede Erfindung der Erleichterung des Lebens. D.h. Es ist weniger nötig, um eine bestimmte Sache machen oder haben zu können. Das Rad, das Feuer, Die Glühbirne, das Flugzeug, Der Kühlschrank, Der Supermarkt. Alles dient dem Menschen als Effizienzsteigerung. Und in dieser hypothetisch angenommenen unendlichen Zukunft, Wo stünde der Mensch dann?

Es würde ein Gedanke genügen, um alles zu haben was man möchte. Vielleicht nicht einmal das. Sogar Gedanken wären zu viel Aufwand. Alles würde automatisiert vonstatten gehen. Jeder Aufwand für die Befriedigung eines Bedürfnisses würde einem durch die Technologie abgenommen. Der Mensch hätte Alles. Vielleicht wäre der Mensch sogar technologisch so modifiziert, dass der Begriff “Mensch” neu definiert werden müsste. Denn dieser Mensch wäre ein völlig autarkes Gebilde, das anstrengungslos(= Meine Definition von Perfektion) alles haben könnte, was er wollte. Wahrscheinlich hat der Mensch auch gar keine Bedürfnisse mehr. Dieser neu definierte Mensch wäre an sich schon genug; er würde nur noch sich selbst brauchen. Das was der alte(heutige) Mensch suchen würde, wäre dieser Mensch schon. Er wäre das ganze Universum, ein vernetztes Wesen, dass sich mit dem Universum(Multiversen?) verbunden hat. Der Mensch wäre dann Alles. Der Mensch würde nicht nur alles haben können, im Sinne von besitzen. Der Mensch wäre auch schon Alles, im Sinne von Sein.

Und was sagen uns die ganzen spirituellen Klassiker JETZT schon? Dass genau dieses “Ziel der Technologie” schon der Fall ist.

Mein Fazit meiner hypothetischen Überlegungen: Alles führt auf dasselbe hinaus. Alles führt zur Einheit hinaus. Also zurücklehnen und genießen, da Einheit schon der Fall ist :)

Mai
28
Die Sehnsucht ist das, wonach sich die Sehnsucht sehnt.

Man lasse sich auf die Sehnsucht ein und überprüfe selber, ob die Sehnsucht in diesem Moment das ist, wonach die Sehnsucht sucht und wie erfüllt dieser Moment dann ist :>.

Mai
28

Das Prinzip des Erwachens ist der Verlust der Wichtigkeit.
Die Logik des Erwachens lautet wie folgt:

1. Warum sollte ich denn erwachen? Ist es schlafend denn so schlimm?

Wer das Leid satt hat, die Angst nicht mehr erträgt, nicht mehr von Wut getrieben werden will; derjenige sucht nach einem Weg der Befreiung dieser so “lästigen” Gefühle.
Dieser Beginn der Suche nach Tiefe, Qualität erfordert jedoch eine gewisse Reife bzw. Sättigung. Die Sättigung wird schnell erreicht, wenn man gewisse Formen(Glück, Beruf, Liebe, Geld, Auto etc…) als das erkennt, was sie sind: Äußere Veränderungen, die rein gar nichts bewirken können. Keine Macht haben, außer, das man sich ein wenig an ihnen erfreuen kann. Meistens ist das nur Ablenkung, denn ein stetig währendes Unglück zwingt die Menschen zur Suche.

Menschen, die diese Sackgasse erkannt haben gelangen dann irgendwann zu dem Punkt, die Suche nach dem Glück in die entgegengesetzte Richtung zu probieren. Im Westen drängt man nach Außen. Im Osten nach Innen. Also wird der innere Weg angegangen. Eine noch völlig unerforschte Sache. Meist geht diese Erforschung des Inneren mit der Einsicht einher, dass wahres Glück/Zufriedenheit unabhängig von einem Ereignis sein muss.

Der “amerikanische” Weg läuft - ganz wie in “The Secret” oder “What the bleep…” - auf die Theorie hinaus: “Wenn die Welt da draußen so schrecklich ist und du so sehr darunter leidest, dann verändere sie durch deine Gedanken. Das nennt sich das Gesetz der Anziehung.” Aber das müsste man einem Hartz-IV Empfänger sagen, der einfach nicht weiß, wie er sich etwas wünschen soll. Und seltsamerweise sind die Vertreter dieser “Philosophie” so erfolgreich, dass sie als Vorzeige Modelle für die ängstlichen und Verunsicherten Menschen dienen.

Es entsteht eine Gegenseite Wechselbeziehung, die sich gegenseitig nährt. Die Konsumenten kaufen und sorgen quasi selbst für die Bestätigung, dass diese Philosophie wirkt. Denn sie sorgen für den Reichtum der Vertreter dieser Philosophie.

Diese ganze Richtung führt dahin, indem sie sagt: Du musst deinen Kern finden. Du musst mit Gott verschmelzen. Dann wird alles in deinem Leben auf wunderbare weise zum Himmel werden. Der Alltag, alle Probleme werden göttlich transzendiert und der Mensch erreicht Siddhi-Fähigkeiten(Übernatürliche Fähigkeiten) und somit vollständige Unabhängigkeit. Und solange das nicht Eintritt, bist du noch nicht bewusst genug, noch nicht entwickelt genug. Deine Seele ist zu jung.

Und dieser Ehrgeiz führt ebenso zu Leid, denn die angestrebten Objekte/Formen/Zustände sind immer noch da, nur scheinbar heiliger als die weltlichen Ziele.

2. Aber was ist überhaupt Leid?

Eine sehr starke Definition, die in sich auch vollständig ist, ist folgende:
Der Unterschied zwischen dem was ist und dem, wie es sein soll. Also der Unterschied des persönlichen “SOLL-IST” Zustands.
Anhand dieser Definition lassen sich auch die Lösungsstrategien nachzeichnen. Es gibt auch nur 2 Möglichkeiten das Leid zu bewältigen:

1) Die Kontrolle des IST Zustands
2) Die Aufgabe des persönlichen SOLL

Die Kontrolle des IST Zustands ist offensichtlich die Fata-Morgana, der Horizont, dem man sich nie annähern kann. Denn das wäre der Versuch sich der Vergänglichkeit entgegenzustellen. Leben an sich ist ständige Veränderung. Ein Werden und Vergehen. Und der Mensch ist ständig dabei, sich von Ziel zu Ziel zu hangeln und alles was erreicht wurde, zu konservieren. Kaum ist eine Gegebenheit, so wie sie sein SOLL, schon gibt es eine andere Baustelle, die nach dem “Bauherren” schreit. Wie man sehen kann, eine Sisyphusarbeit.

Das, was übrig bleibt ist die Aufgabe des persönlichen SOLL. Was ist dieses SOLL eigentlich? Offensichtlich steht es der Leidlosigkeit im Weg. Was soll das? Was ist die Natur des SOLL?
Das SOLL besteht aus Werten, Idealen, Prinzipien, Vorstellungen. All die Dinge, die Wichtig sind und erreicht werden wollen. Klar, sonst wären sie nicht wichtig. Nur, was ist die Substanz von “Wichtigkeit”? Woraus besteht sie?

3.Das Konzept der “Wichtigkeit” ist der Schritt der Abtrennung in die Abhängigkeit.

z.B.:”Es ist wichtig einen guten Job zu haben, dann kann ich mir all die Dinge leisten und alle meine Freunde würden zu mir aufschauen” oder noch subtiler “Es ist wichtig glücklich zu sein, denn wenn ich nicht glücklich wäre, dann wäre das ja schlimm. Dann wäre ich richtig traurig. Ich würde es nicht lange aushalten(!!)”

Man würde es ohne die Wichtigkeit nicht aushalten. Was passiert dann? Das ist der Punkt, der der Mensch so fürchtet. Genau diese Angst, Unglück nicht aushalten zu können gibt der Wichtigkeit ihre Substanz. Wichtigkeit ist wie das rettende Ufer, der trockene Unterstand während dem Gewitter, die einen vor den bedrohlichen Objekten bewahrt.

Der trickreiche Teil ist zu erkennen, dass diese Bedrohung durch diese Objekte reine Illusion ist. Denn wen bedrohen diese Objekte? Was könnten sie zerstören? Die eigene Wunschvorstellung der eigenen Identität ist das einzige, was zerstört werden kann. Die Identität ist es also, die gesichert werden will. Sie scheint der Reibungspunkt zu sein, an der das Leid entsteht. Alles Leid entsteht durch die Abwehr der Identitätsvorstellung - auch Ego genannt, was ja die Summe aller Konzepte,Ideale,Prinzipien ist - gegenüber der Realität.

Insbesondere ist auch die Vorstellung von Besitz bei genauer Betrachtung haltlos. Besitz an sich ist immer ein Objekt und meist so wichtig, dass bei Verlust Ängste auftreten. Die Strebtendenz des Menschen sorgt jedoch für die ständige Besitzakkumulation und erschaft sich immer mehr Leidpotenzial. Aber Besitz ist eine rein ideelle Vorstellung. Der Beweis für den Besitz ist ein Dokument und für die Aufrechterhaltung der Besitzverhältnisse wird polizeirechtlich gesorgt. So entsteht diese Grenze von eigenem und fremdem Besitz, die an sich gar nicht existiert. Nicht einmal die eigenen Kleider am Leib befinden sich im eigenen Besitz. Der Mensch wird nackt geboren und borgt in der Welt Objekte um in genau der Welt “besser” leben zu können. Mit dem Tod, werden die Dinge wieder zurückgegeben. Alles ist nur Leihbasis. Der Mensch hat noch nie was gehabt/besessen. Nun woher kommen dann die Verlustängste?

Die Aufrechterhaltung, insbesondere die ständige Neuprofilierung des Egos/Der erwünschten Identität bedeutet Leid. Es ist auch anstrengend, ständig vor den Ängsten weg zu laufen. Erst mit der Entspannung tritt der Friede ein, der all die Schleusen öffnen kann. Aber dieses Ego hat auch zugleich Existenzängste / Verlustängste. Denn ohne Kontrolle wäre alles außer Kontrolle. Und wenn alles außer Kontrolle ist, dann ist das Leben. Leben an sich. Sein an sich. Veränderung an sich ohne ein Ego, das daran leiden könnte.


4.Dann geschieht etwas Wunderbares.

Alles was wichtig ist, wird aufgegeben. Denn die Erkenntnis, das alles was für wichtig befunden wurde nicht das gewünschte Gefühl von Tiefe auslöste, die Sehnsucht nicht ausgefüllt hat, lässt einem keinen Ausweg. Es gibt kein Weg mehr, der es wert wäre gegangen zu werden. Alles erscheint sinnlos. Anfangs mündet so was gerne in Depression oder Verzweiflung. Alles ist eine Lüge. Die Gesellschaft ein gebrochenes Versprechen. Was bleibt? Was bleibt ist die Angst. Die direkte Konfrontation mit der Angst, die den Menschen den Antrieb lieferte ist wie der letzte Schritt vor dem Abgrund. Der Abgrund in eine nicht absehbare Leere. Die Angst vor dieser Leere, vor diesem Nichts führt Menschen auch zu Drogen, Alkohol, übertriebenem Sport, übertriebenem Konsum (Medien, Essen, alles mögliche). Ständige Ablenkung - nur gibt es keine “Heilsideale” mehr. Keine Ziele, die einen - aber diesmal wirklich - vollständig glücklich machen.

Aber die direkte Konfrontation mit der Angst ist aber nur noch eine Frage der Zeit. Und wenn die Angst dann eintritt man sie aushält, einfach die Abwehr aufgibt dann passiert es. Da Wichtigkeit aufgelöst wurde, da sie als sinnlos erkannt wurde, hat der Verstand auch Nichts mehr zum Nachdenken. Keine Agenda, keine Kanten mehr, nichts Wichtiges mehr. Dann gibt der Verstand Ruhe. Dann erkennt man den Verstand als das, was er immer war. VIEL ZU WICHTIG. Der Verstand war das, was gezählt hatte. Hat der Verstand beurteilt, galt das Urteil auch. Aber wenn der Verstand Ruhe gibt ist es die glückliche Erleichterung überhaupt. Jedes Konzept von Ich ist verschwunden. Der Verstand wird zum Werkzeug. Alles was bleibt ist der Moment. Alles wurde aufgegeben und das einzige was bleibt ist genau dieser Moment.

Wenn dieses Ich verschwunden ist bzw. die Vorstellung, “Ich sei wichtig für diesen Moment”, dann entdeckt man eine ganz neue Seinsqualität. Alles ist Okay so wie es ist. Es gibt keinen mehr, der darüber urteilt, denn genau das ständige Urteilen hat den Menschen davon abgehalten, einfach den Moment zu genießen. Immer war der Moment nicht liebenswert genug und jetzt scheint alles wie verwandelt zu sein. Zum ersten mal begreift man was Liebe ist. Zum ersten mal begreift man, das menschliche Drama in seiner Komik. Vielleicht erhascht man auch einen Eindruck von “höheren” Wirklichkeiten, vielleicht von Gott. Gott der ständige Versteckspieler, der so trickreich und perfekt vor der Nase tanzt und dennoch nicht erkannt wird.

Deidentifikation hat stattgefunden. Non-duales Bewusstsein hat eingesetzt. Dieser Moment-Genuss führt unweigerlich zur Erkenntnis, dass man nur das sein kann, was Bewusstsein ist. Ohne dieses Bewusstsein - ohne dieses Zeugesein - gäbe es nichts. Das Bewusstsein ist das Zentrum, um das sich alles dreht. Und alles was geschieht ist wie ein Wunder. Leben-Energie, alles was ist, in diesem Moment ist ein Wunder. Es geschieht einfach. Eine Aus-sich-Selbst-Entfaltung. So erkennt man auch, das Bewusstsein das einzige ist, was existieren kann. Ohne Bewusstsein gäbe es keine Existenz. Existenz wäre von Bewusstsein abhängig also existiert nur Bewusstsein. So erkennt man sich selbst im Anderen. Und wie könnte man sich selbst je böse sein, sollte etwas “Schlimmes” passieren? Alles ist dieses Bewusstsein. Bewusstsein kann nur die Abwesenheit von Allem sein. Denn wenn Bewusstsein etwas wäre, dann gäbe es ein kleineres Etwas, was für das Bewusstsein nicht mehr erfahrbar wäre. Bewusstsein ist wie ein unbeschriebenes Blatt Papier - sogar unendlich viele ;D.

Also wenn das wahre Selbst Bewusstsein ist, dann ist folglich die ganze Logik des Erwachens ein sehr interessanter Aspekt der Trennung. (Siehe Erkenntnisse -> Das göttliche Prinzip von Trennung). Sie läuft von alleine. Alles strebt nur der Selbsterkenntnis des Nichts hinterher. Alle wollen sein, was sie eigentlich sind. Und so ist non-duales “Bewusstsein” der natürlichste Zustand. Glück/Liebe - was auch immer - sind der natürliche Zustand. Dabei ist das einfach nur die Wahrheit der Nicht-Trennung, der Einheit, die der unglückliche Mensch eben als Glück beurteilt. Deswegen liegt im Nichts-Tun, in der Aufgabe, der natürliche Schritt zur Einheit, zur Entspannung, zum Nichts.

Februar
26

Gott. Ein Haufen Bewusstsein tut nichts anderes als zu sein. Um sich selbst aber kennen zu lernen, schafft er in sich die Form. Aus seinem Nichts, aus dem reinen Gewahrsein erschafft er die Form. Form, beseelt von Bewusstsein. So schaut Bewusstsein auf anderes Bewusstsein, das aber das gleiche Bewusstsein ist. Gott will sich selbst erfahren deswegen entsteht Bewusstsein, das sich der Trennung von Gott bewusst sein muss, damit es die Erfahrung von Gott machen kann.

Wie erfahren wir, als Menschen die Trennung? Die ganze Zeit und doch überhaupt nicht. Es kommt auf den Fokus der Aufmerksamkeit an. Grundlegend für die menschliche Erfahrung von Trennung ist der Faktor Zeit. Ohne die Trägheit der Zeit wäre Trennung und Auflösung der Trennung zeitgleich und würde zu keiner Erfahrung führen. Trennung äußert sich die ganze Zeit. Der Mensch befindet sich in einem Grundzustand des Unglücks und der Langeweile. Er Verstand/Mind springt ständig hin und her und versucht verzweifelt den Weg aus dem Unglück zu finden und lenkt sich ab. Wie? Durch Trennung und Auflösung.

Beispiele:
1) Jemand will über eine Sache bescheid wissen und formuliert/erschafft in sich die Fragestellung dieser Sache. Solange die Frage nicht beantwortet ist, hängt derjenige in der Luft und versucht die Frage mit seinem individuellen Einsatz zu beantworten. Dieses in der Luft hängen entspricht auch dem menschlichen Grundgefühl von Langeweile und Unglück, was unbewusst als eine Art “Hintergrundrauschen” wahrnehmbar ist. Erst die Antwort löst den inneren Drang zur Beantwortung der Frage. Die Auflösung der Frage führt ihn vorerst zurück in seinen “Normalzustand” bis er wieder sein Unglück bemerkt und durch weitere Methoden, “Trennung zu erzeugen”, sich über sich selbst hinwegtäuscht. Schon in den ersten “Momenten” der Trennung bzw. der Formulierung der Frage entsteht ein “Grundvakuum”, eine Grundtendenz zur Auflösung. Diese Grundtendenz kann man auch als Vergänglichkeit bezeichnen. Wenn die Frage ausformuliert ist, die Form vollendet ist, zieht das Vakkuum autmatisch die Form in die Auflösung. Diese Auflösung erzeugt eine relative Bewegung, die Glück erzeugt.

2) In der Musik wird das gleiche Prinzip benutzt. Die Trennung von dem harmonischen und entspannenden Dur-Klang wird durch einen Mol-Klang herbeigeführt. Wieder befindet sich das persönliche Gefühl in der Luft und erst die Auflösung der “Mol-Spannung” befreit das Gefühl, erzeugt Glück und die Entspannung kann einsetzen.

3) Die Erschaffung von persönlichen Zielen, das selbe Prinzip. Man imaginiert sich ein Ziel und erst wenn das Ziel erreicht ist, entsteht die Auflösung der Form und es entsteht Glück.

4) Lügen, das Gleiche. Ein Mensch lügt und verstrickt sich eventuell in selbsterschaffene Formen. Die Formen erzeugen wiederum ein Gefühl der Unruhe. Ja, bis die Wahrheit die Lüge auflöst.

Es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Geburt - Tod. Einatmen - Ausatmen. Anspannung-Entspannung. Wachsein/Müde werden - Einschlafen/Ausschlafen. Vor “Erleuchtung” - Nach “Erleuchtung”.

Und was ist mit dem “Hintergrundrauschen” im Hintergrund? Dieses permanente Unglück, im Hintergrund, das der Mensch durch die unglaublich fleißige Erschaffung von Formen bzw. Zielen übertönt. Dieses Hintergrundgefühl an sich ist selber eine Form, Eine Frage, die im Hintergrund schwebt, Eine Anspannung, die das persönliche Sein zusammenzieht. Die Ausformulierung dieser Frage, die vollendete Form wird erst die Auflösung nach sich ziehen. Die Gnade der Offenbarung.

Prinzip von Trennung und Auflösung

Februar
24

Wahrheit drück sich in “unserer” Sphäre immer aus durch Wiederholung. Eine Sache wiederholt sich ständig und irgendwann, wenn wir es glauben(!!), erkennen wir die Wahrheit dahinter. Zum Beispiel wird in der Wissenschaft oder Forschung immer nur durch Wiederholung bewiesen. Man entdeckt ein Gesetz und wendet das Gesetz auf Experimente an. Aber Wahrheit lässt sich nicht nur in Forschung oder der Wissenschaft erkennen.

Zum Beispiel:
3 Menschen erleben eine tolle Sache, sind zum Beispiel wandern gegangen und haben nen kleines Abenteuer erlebt. Die 3 erzählen die Geschichte einer anderen Person. Sie erzählen sie normal, d.h. es sind alle 3 Abenteurer anwesend und erzählen. Nur einer erzählt wird dann aber von den anderen ergänzt oder abgelöst. Der Zuhörer empfindet die Geschichte dann als “wahr”. Noch wahrer würde er sie empfinden, wenn jeder der 3 Abenteurer die selbe Geschichte getrennt von einander erzählt. Wenn der Zuhörer die 3 kennt und ihnen vertraut, muss er nicht diese Methode anwenden, um die Wahrheit der Aussage zu überprüfen, die ja nach wie vor von den Teilnehmern des Abenteuers erfunden sein könnte. Aber die Erfahrung, bzw. die Errinnerung, an die 3 Menschen, dass sie in der Vergangenheit ehrlich zu ihr waren, hegt keinen Zweifel ^^.

Also Wahrheit drück sich durch Wiederholung aus. Und wie empfindet ein Mensch, der die Wahrheit hinter etwas erkennt? Er ist glücklich darüber, solange bis er quasi was neues erforscht. Denn wenn die Wahrheit einmal erkannt ist und sie sich ständig wiederholt, wäre es langweilig, sich noch mehr mit der Wahrheit zu beschäftigen. Wiederholung wirkt langweilig. Denn Wahrheit ist Wahrheit und es gibt nichts dahinter.

Ein anderer wichtiger Aspekt der Wahrheit ist: Wahrnehmungserweiterung.
Wieder ein Beispiel aus der Technologie: Der Erfinder der Glühbirne nutzt die Wahrheit des Stroms und der Hitze um sichtbares Licht zu erzeugen. Und mit diesem Licht haben wir aufeinmal neue Möglichkeiten der Wahrnehmung. Wir könnten in den tiefen Dschungel und nachtaktive Lebewesen erforschen. Oder wir könnten Höhlen erkunden etc.
Oder der Fernseheher/Radio. Wir können wahrnehmen, was wo anderes passiert.
Das Problem der technologischen Wahrheit ist die Komplexität. Wir können nur die Wirkung nutzen, als Laie. Sind also Abhängig von einem Wissenden, der 1. Die Wahrheit kennt 2. Sie nutzen kann, indem er was baut, dass diese Wahrheit reproduziert.

Es ist logisch das jede erkannte Wahrheit eine Abstraktion ermöglicht. Wenn man also weiß, warum etwas geschieht, können wir Schlussfolgerungen anstellen, die dann eventuell zu noch mehr wahrheiten führt. Also Induktion.
Beispiel: Wir befinden uns im Freien in der Natur und sehen wie sich das Gras einer Wiese immer wieder in eine Richtung biegt. Die Blumen und Sträucher auch. Auch die Bäume. Schlussfolgerung => Das ist Wind. Wenn wir das wissen, dann wissen wir auch, dass der Wind Dinge bewegen kann. etc. und können auf noch mehr Wahrheiten schließen, die mit dem Wind zusammenhängen.

Also Wahrheit erkennen wir durch ihren Ausdruck als Wiederholung. Die Erkenntnis der Wahrheit erweitert unsere Wahrnehmung (unseren Horizont) und können noch mehr Wahrheiten herausfinden.

Banale und für mich doch so wichtige Erkenntnis :D
Beispiel: 100 Menschen sagen Rot ist die schönste Farbe. 100 andere Menschen meinen Grün ist die schönste Farbe? Wer hat recht, wer spricht die Wahrheit? Wo verbirgt sich die Wiederholung? Die Wiederholung ist der subjektive Eindruck des Sehenden. Er sieht “Schönheit” und interpretiert sie gemäß seinen eigenen Regeln. Die Wahrheit dahinter ist das reine Gefühl, was Schönheit in einem bewirkt. So gesehen sehen alle die gleiche Wahrheit, nur mit anderen Augen.

Erleuchtung ist somit eigentlich auch nichts anderes als eine sehr abstrakte Form von Wahrheit zu erkennen, die alles andere relativiert.

Und dass ihr Ausdruck Wiederholung ist, ist im Hinblick auf Erleuchtungserlebnisse auch interessant. Denn immer wird das Erleuchtungserlebnis (für mich Samadhi) als Zustand der Zeitlosigkeit wahrgenommen. Nun, wenn Zeit nicht mehr existiert, gibt es keine Wiederholung der Wahrheit mehr, da wiederholt sich alles gleichzeitig im jetzt. Das bedeutet, im Moment der Erleuchtung erfahren wir unendliche Wahrheiten, die in diesem Moment auch unendlich glücklich machen. Und einmal erkannt, erkennt man des kosmischen Witz. :)

Um Wahrheiten erkennen zu können ist es förderlichh die Wahrnehmung zu erweitern. Im “Westen” durch Erforschung des Äußeren, Im “Osten” durch Erforschung des Inneren. So kann man sich dann auch leichter erklären, warum viele östliche Wege Meditationspraxis empfehlen. Um die Wahrnehmung zu erweitern. Astrale Wahrnehmung, Mentale. Energien wecken (Kundalini) etc. Alles dient der Technologie des Inneren und ist sehr hilfreich. Ein großer Vorteil ist: Man wird unabhängig von anderen Wissenden. Man braucht keine Taschenlampen mehr oä.. Man hat seine innere “Taschenlampe” :D

Februar
20

So Hallöschen. Da ich ein Blog-Neuling bin werde ich mich erstmal einfinden müssen in die ganze Sache. Sollte aber nicht so lang dauern. Ersteinmal will ich darüber erzählen, was ich hier reinbringen möchte und wie ich mir das Ganze gedacht habe. Ja ich werde jetzt ziemlich viel über mich reden :).

Ich bin ein Freund von Satsang. Ich bin auch ein Freund all der Hilfestellungen der Satsang-Geber, die auf die große Hintergrund-Stille oder auf das NICHTS oder auf GOTT oder auf was auch immer hinweisen. Da ich mich noch nicht als erwacht betrachte - weil ich noch nicht diese Blisserfahrung hatte, die ich irgendwie als Kriterium zum Erwachen sehe - verspüre ich irgendwie den Drang all die abstrakten Phänomene wie Liebe, Hass, Mitleid, Ausdruck der Wahrheit, Leid etc. , verstandesmässig verstehen zu wollen. Nun gut, nicht alle Phänomene werde ich verstehen können. Da bleibt einem nur das Staunen. Mittlerweile habe ich einige Phänomene erkannt und das Funktionsprinzip verstanden. Genau deswegen möchte ich meine Erkenntnisse Niemandem vorenthalten. Übrigens dürft ihr, wenn ich über Wahrheit rede, nicht vergessen, dass sie meiner Wahrnehmung entspricht :).

Jetzt noch kurz über mich. Ich heiße Ingo, komme aus Stuttgart, studiere momentan Softwaretechnik und fühle mich nicht besonders erfüllt. Ich sehe das Ziel, erstmal eine Ausbildung zu beenden, aber es bedeutet mir bis auf die Möglichkeit Geld verdienen zu können, gar nichts. Ich weiß nicht was ich tun soll, was ich wollen soll, weil mir alles so wertlos erscheint. Sogar die tolle Erleuchtung empfinde ich irgendwie als wertlos - wahrscheinlich deswegen, weil ich mich noch nicht so empfinde ;D. Ich will einfach Nichts und fühle mich durch mein Umfeld so sehr dazu gedrängt, etwas zu tun. Meinen Platz in dieser Welt zu finden. Unabhängigkeit zu finden. Ja ich denke, es ist so eine Grundlangeweile in mir. Es gibt nichts, das sich lohnen würde, weil es mir nichts gibt. Und doch will ich über die Erkenntnisse schreiben, die mir beim Nachdenken so in den Sinn kommen. Es ist verrückt. Ich will nichts und doch tue ich was. Ich bin einer der passivsten Menschen, die ich kenne. Wenn ich an all die Meister/Gurus/Yogis denke, mit all ihren Siddhis, so ist das auch eine Sache, die ich als wertvoll betrachte. Siddhis sind für mich für mich irgendwie eine Technologie des Inneren. Eine Technologie, die völlige Unabhängigkeit von “äußerer” Technologie oder den menschlichen Grundbedürfnissen bedeutet. Dieses arme Ich, das sich in dieser Welt der Anstrengungen und Leistungsorientierung immer noch trotzig dagegen wehrt und nicht wahrhaben will, dass Leben oder sogar Überleben einer gewissen Anstrengung bedarf. Das was man tut, sollte am besten irgendwie den “Raum” des gesellschaftlichen Nutzens berühren. Jaja das liebe Geld. Ich will keine Hilfe. Irgendwie scheint es mir, als ob ich genau auf das zuarbeite, was ich mir irgendwie wünsche. Nämlich, total auf die Nase zu fallen um den Schmerz durch den dann zwangsläufigen Eintritt in das “normale” Leben fühlen werde zu genießen. Mir scheint es beim Angucken einiger Satsangs von “Meistern”, die in der Linie von Ramana oder Papaji stehen, dass die Menschen mit großem Ego und großem Leid die Menschen sind, die dem Erwachen am nächsten stehen. Mein Ego fühlt sich für mich so klein an - vielleicht macht es das besonders Groß :D - dass ich irgendwie das Gefühl habe, es fällt nicht von alleine ab. Es heißt immer, man solle sich öffnen für den Schmerz, für was auch immer. Wenn ich mich öffne ist nichts da, was weg will. Es kommt weder Trauer noch Glück. Dann kommen die Momente der Stille, die dann irgendwie ein kleines Glücksgefühl erzeugen aber eben nur dann, wenn ich mich willentlich dafür öffne. Das wars, es ist nix da, was weg will. Das Ego bleibt. Ich wehre mich nicht gegen Eigenschaften von mir. Ich wehre mich einfach nicht. Mein Ego hat für seinen Erhalt scheinbar so gut gesorgt, indem es sich Regeln erstellt hat, die kaum zu brechen sind. Regeln wie: Toleranz, Mitgefühl, Nett sein, Lieb sein, Hilfsbereit sein, Bei der Wahrheit zu bleiben so gut es geht. Und wenn ich lüge, habe ich selber kein Problem damit weil ich es einfach tue, weil ich tolerant mir selbst gegenüber bin. Ich darf so sein, wie ich bin, so wie ich den anderen erlaube so zu sein wie sie sind. Auch wenn ich sie zu ach so großen spirituellen Erlebnissen drängen will oder so. Ich merke auch einfach, dass ich ihren Willen nie übergehen kann. Manipulation ist eine Illusion. Wie so vieles Andere auch. Ich kann nur immer wiederholen. Ich kann nichts tun um etwas so zu ändern, dass es mir dauerhaft gefällt. Ich weiß nicht mal ob mir überhaupt was gefällt. Es ist so, wie es ist. Und doch, wenn Umstände um mich herum nicht idealen Entsprechen, die ich mir ersinne, dann versuche ich auch nicht was daran zu änden. Ich lasse sie so wie sie sind. Sei es mein unaufgeräumtes und vermülltes Zimmer - naja zumindest mein Tisch :) - oder sei es meine Allgemeine Lebenssituation oder meine körperliche Energiebilanz. Ich sehe z.B. meinen Tisch und imaginiere mir das Bild eines leeren freien Tisches. Schön weit, leer (Ich mag Leere in Räumen) und gleichzeitig sehe ich mir das an, und spüre dieses unschöne Gefühl von Chaos. Ich will aber diese unschönen gefühle um sie zu spüren und mich an ihnen zu versuchen. Einfach aus Langeweile. Habe ich schon erwähnt, dass ich faul bin? Nun gut :)… Über Faulheit werde ich auch noch etwas schreiben. Bei Allem, was ich schreibe, erhebe ich übrigens auch keinen Anspruch darauf, meine Erkennisse zu leben. Nun gut, ich habe genug über mich gesprochen. ich hoffe das Chaos kam zum Ausdruck :)

Bye Bye